BG/BRG Lerchenfeld
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Persepolis

Der Iran ist eine eigene Welt!

In Persepolis erzählt die Iranerin Marjane Satrapi über ihre Kindheit in Teheran, über ihre Jugend in Wien, über ihre kurzzeitige Rückkehr und endgültige Emigration nach Paris.

Es werden die Schicksale der 70er und 80er Jahre im Iran in einem Comic erzählt: Dazu gehören die islamische Revolution mit dem Sturz des Schahs, der Krieg mit dem Irak, die orthodoxe Welt der Mullah-Diktatur.

Ein normales Alltagsleben ist für Marjane nicht möglich, obwohl ihre Eltern sehr weltoffen sind. Auch zu ihrer Großmutter, die ihrer Enkelin Selbstständigkeit beibringen will, hat Marjane ein sehr gutes Verhältnis.
Schon sehr früh bekommt Marjane Probleme mit iranischen Autoritätspersonen, denn sie entdeckt die Pop- und Rockmusik.

Als der Iran vom Irak angegriffen wird, wird Marjane nach Wien geschickt. Dort wird sie zur Frau und ist vielen Versuchungen ausgesetzt. In Wien darf sie die guten wie auch die schlechten Seiten der westlichen Welt kennen lernen. Als sie die Schule verlässt, landet sie auf der Straße. Kurze Zeit später erkrankt sie. Sie liegt im Krankenhaus und beschließt, nach Teheran zurückzukehren.

Zu Hause angekommen, will Marjane ein neues Leben beginnen. Sie studiert und heiratet. Die traditionelle Ehe wird zur Hölle und scheitert.

Die Iranerin Marjane Satrapi gibt in Persepolis eigene Erlebnisse wieder und ist dafür mit vielen Preisen ausgezeichnet worden.
Sie führt uns in ihre uns unbekannte Welt ein. Marjane Satrapi hat in beiden Welten gelebt. Sie hat gemerkt, dass es auch außerhalb ihrer Heimat Schattenseiten gibt und gewährt uns einen fremden Blick auf unsere Welt. Der ist durchaus kritisch.

Eine Comic-Vorstellung, die so manchem Besucher die Unterschiede beider Welten erst richtig klargemacht hat.

Margret Lexer