BG/BRG Lerchenfeld
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Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber

Peter Greenaway

Im Film "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" geht es um Albert, einen Mafiaboss, der durchdreht, als er erfährt, dass seine Frau, Georgina fremdgeht. Der Gangster veranstaltet regelmäßig mit seinen Kumpanen Fressgelage, währenddessen sich seine Frau mit dem unscheinbaren Buchhändler in anderen Örtlichkeiten des Restaurants vergnügt. Als Albert davon erfährt, lässt er den Buchhändler töten. Für Georgina bricht eine Welt zusammen, doch sie will ihren Ehemann nicht ungeschoren davon kommen lassen, also hecken sie und der Koch des Restaurants, der wie die Frau unter den Wutattacken leiden muss, einen kulinarischen Plan aus, der Albert ganz und gar nicht schmecken wird.
Der Film hebt sich so ziemlich von allen Filmen ab, die ich bisher gesehen habe. Zuerst war ich nur angewidert von der herablassenden Ausdrucksweise Alberts gegenüber den anderen Personen, später kamen noch gewissen Szenen hinzu, die bei mir puren Ekel hervorgerufen haben. Doch wenn man den Film bespricht, wie wir es im Unterricht getan haben, und gewisse Hintergrundinformation über den Regisseur und das Werk als Grundlage dieser Diskussion dienen, erscheint der Film als Kunstwerk. Man denke nur an die Farben, die den verschiedenen Schauplätzen des Filmes zugeordnet sind. Als Beispiel nenne ich hier das Grün der Küche. Grün ist bekanntlich die Farbe der Hoffnung, und gerade der Koch rettet das heimliche Liebespaar vor dem schäumenden Albert und in der Küche wird der Plan ausgeführt, mit dem Georgina auf Vergeltung sinnt. Generell ist der Film komplett anders als die kommerziellen Filme aus Hollywood und Co.
Der Film soll nicht der puren Unterhaltung dienen, sondern lädt sehr zum darüber Nachdenken ein, weil es wirklich viele Kleinigkeiten gibt, die der Regisseur eingebaut hat, was mir persönlich jedoch erst im Nachhinein klar wurde. Man kann den Film also auch ruhig ein zweites Mal anschauen, neue Entdeckungen sind garantiert.
Auch wenn der Film "anders" ist als die gewöhnlichen leichten Häppchen, die man im Kino so geboten bekommt, lohnt es sich doch ihn anzuschauen, gerade der Schluss ist ein kleines Highlight für sich. Vorraussetzung ist allerdings, dass man das Perverse und Abartige, welches in diesem Film zu genüge vorkommt, in den Hintergrund stellt. Wenn das gelingt, kann man den Film mit all seinen genialen Einfällen genießen.

Kremer Maximilian