BG/BRG Lerchenfeld
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„Partizan“ von Bernd Liepold Mosser

Das Schauspiel „Partizan“ behandelt die fortwährende Irritation zwischen der Volksgruppe und der deutschsprachigen Mehrheit. Es plakatiert die Unfähigkeit zum Dialog. In der Montage werfen sich die sieben Protagonisten die Erzählungen ihrer Schicksale plakativ um die Ohren. Einer spricht, keiner hört zu. Der allgemeine Konsens, der schweigend noch immer vorausgesetzt wird, wird so gründlich in Frage gestellt.
Gibt es nicht doch noch Slowenischsprachige in diesem Land? Wenn ja, wo sind sie? Warum werden die nie gehört? Haben die nichts zu sagen? Was ist mit dem Slowenischen in uns? Gab’s das nie? Wann ist es verschwunden? Fragen die dem Zuschauer durch dem Kopf gehen.
Der Autor ist ein Störenfried. Er stört den scheinbaren Frieden, den es so gar nicht gibt. Ein verweigerter Dialog wird als Konsenslösung präsentiert: Slowenen? Die gibt’s doch hier gar nicht mehr! Die Aussage: „Kärnten wird einsprachig!“, von einem wichtigen Mann laut genug vorgetragen, habe ich noch im Ohr.
Und jetzt das: Irritation.
Auch die nur zeitverzögert, weil ich zunächst mit dem Stück nichts anzufangen wusste. Eine Doppelstunde Diskussion mit einigen Inputs hat das geändert. Die Irritation ist gewichen, ich danke dem Autor für das Öffnen meiner Augen. Einiges sehe ich nun anders. Ich denke, es war ein wichtiges Stück.

Florian Kropfitsch, 7B