BG/BRG Lerchenfeld
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Geschichte unserer Schule

Die ehemalige Realschule und unser heutiges "Gymnasium und Realgymnasium Klagenfurt, Lerchenfeldstraße" seit 1945.

Für die Vorgängerin des Lerchenfeldgymnasiums, die "Bundesrealschule und das Bundesrealgymnasium Klagenfurt", begann nach Beendigung des 2. Weltkrieges das Schuljahr 1945/46 reichlich verspätet erst Anfang Dezember. Nach dem Auszug aus dem seit 1860 bestandenen Stammgebäude im Jahre 1940 und der provisorischen Unterbringung, zuerst im Gymnasium am Völkermarkterring und dann im damaligen Mädchengymnasium in der Ursulinengasse, wurde nun im Marianumsgebäude an der Völkermarkterstraße unterrichtet. Das Haus, durch einen Bombentreffer schwer beschädigt, war nur notdürftig für Schulzwecke adaptiert worden.
Mit der Neuordnung des Schulbetriebes war von August bis November 1945 Herr Professor Siegfried Sorger betraut worden. Dann übernahm Dr. Hugo Schwendenwein, der bis zur Annexion Österreichs durch Deutschland im Jahre 1938 Direktor der Lehrerbildungsanstalt Klagenfurt gewesen war, die provisorische Leitung der Schule. Neben dem Schulleiter unterrichteten 23 Professoren 410 Schüler. Durch die Ernennung Dr. Hugo Schwendenweins zum Landesschulinspektor für Mittelschulen wurde mit Beginn des Schuljahres 1946/47 Dr. Franz Eggermann provisorischer Leiter der Schule. Anfang Feber 1947 gab es wegen der Knappheit an Heizmaterial eine Woche "Kälteferien". Im Zuge der Direktorenernennungen an Kärntner Gymnasien im Jahre 1949 übernahm Dr. Manfred Lorenz für 24 Jahre die Leitung der "Bundesrealschule und des Bundesrealgymnasiums Klagenfurt". Dr. Manfred Lorenz, ein vielseitig gebildeter Pädagoge, war über zwei Jahrzehnte hindurch auch Direktor der Volkshochschule Klagenfurt.
In den Realschulklassen wurde in der 3. und 4. Klasse "Geometrisches Zeichnen", ab der 5. Klasse vermehrt "Darstellende Geometrie" unterrichtet. In der Oberstufe war die zweite lebende Fremdsprache zuerst Französisch, später Französisch alternativ mit Italienisch. Im Realgymnasium stand ab der 3. Klasse Latein im Lehrplan. In der Oberstufe wurde aufgrund der Schulordnung der Kärntner Landesregierung vom Oktober 1945 Slowenisch als zweite lebende Fremdsprache obligat bis zum Schuljahr 1956/57 geführt. Die anschließende Änderung war nach dem Abschluss des Staatsvertrages im Jahre 1955 durch die darauffolgende Gründung des Slowenischen Gymnasiums erfolgt.
Weil das langjährige eigene Schulgebäude in der Bahnhofstraße von der Landesregierung als Bürohaus verwendet wurde, war ein Neubau fällig. Für diesen wurde im Frühjahr 1954 von der Kärntner Landesregierung ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Über hundert Architekten beteiligten sich daran, die ihre Modelle im Künstlerhaus ausstellten. Das Projekt des Architektenbüros Haas - Weingraber wurde mit dem ersten Preis bedacht und kam dann auch zur Ausführung. Der Baugrund in der Lerchenfeldstraße wurde von der Stadt Klagenfurt dem Land Kärnten geschenkt.
Den Auftrag für die Bauausführung erhielt die Firma Schmidt und die Kärntner Baugesellschaft. Am 20. Juli 1954 erfolgte der Spatenstich und in 80 Tagen wurde der Rohbau fertiggestellt. Bis zur Eröffnung des neuen Schulgebäudes am 28. April 1956 waren nach insgesamt 443 Tagen Bauzeit 69 Firmen beschäftigt. Die Baukosten für den damals modernsten Schulhausbau Österreichs in der Höhe von 19 Millionen Schilling wurden vom Land Kärnten getragen.
Neben den Lehrsälen, Ausweichräumen und Sonderräumen war das Haus geplant für drei große Klassenräume mit je 56 Schülern (!), dreizehn mittlere Klassenräume für je 48 Schüler (!) und vierzehn Klassenräume für je 32 Schüler. Als die neue Schule einen Tag lang der Öffentlichkeit zur Besichtung freigegeben worden war, kritisierten einige Besucher die Innenausstattung als zu luxuriös.
Waren im Lerchenfeldgymnasium bis zum Schuljahr 1962/63 die Schultypen Realschule und Realgymnasium geführt worden, so wurde ab 1963/64 nach den Lehrplänen der Schulformen Realistisches Gymnasium, Naturwissenschaftliches Realgymnasium und Mathematisches Realgymnasium unterrichtet. Letztere Type wurde in Kärnten nur an unserer Schule geführt. Seit einer neuerlichen Schulreform erfolgt derzeit der Unterricht nach den beiden Schultypen Gymnasium und Realgymnasium.
Vom Jahre 1973 bis zum Jahre 1979 wurde die Schule von Direktor Karl Brachtl geleitet, anschließend von Direktor Heinz Kohla , der überraschend Anfang September 1991 in den Ruhestand trat. Da sich die Ernennung des neuen Schulleiters verzögerte, übernahmen für kurze Zeit Mag. Franz Sprenger, dann Mag. Franz Strieder als dienstälteste Professoren der Schule diese Funktion. Seit 1. Juli 1993 ist Mag. Walter Kuchling Direktor der Schule, in welcher zirka 1000 SchülerInnen in 36 Klassen von 100 LehrerInnen unterrichtet werden.
Seit mehr als 14 Jahre lang gibt es im Lerchenfeldgymnasium ein Tagesschulheim. Den Tagesheimschülern wird neben der Möglichkeit des Mittagstisches sportliche Freizeitbetreuung und Lernhilfe am Nachmittag geboten.
Außerdem stehen für interessierte Schüler Freigegenstände und "Unverbindliche Übungen" als Ergänzungen zum normalen Unterricht zur Auswahl.
Die Anforderungen der Gesellschaft und auch die Schulautonomie haben zu wichtigen Innovationen und Zusatzangeboten geführt. So bietet wir berufstätigen Eltern seit über 16 Jahren eine Tagesheimschule an, in der ihre Kinder bis 16.30 Uhr von Lehrern bei Hausübungen und Freizeit betreut werden. Ein vielfältiges Sprachenangebot, ein naturwissenschaftlicher Zweig ab der dritten Klasse, Informatik-Klassen, die den Schülern ab der ersten Klasse den Zugang zur Informationstechnologie ermöglichen, moderne Unterrichtsmethoden und aufgeschlossene, innovative Lehrer bieten umfassende Möglichkeiten, die Schüler optimal auf eine spätere schulische und berufliche Laufbahn vorzubereiten. Ein weiteres wichtiges Standbein unserer Schule ist das Realgymnasium mit sportlichem Schwerpunkt, das begabten Schülern die Möglichkeit bietet, die Förderung ihrer sportlichen Talente mit einer fundierten Ausbildung zu verbinden.
Da das Schulgebäude seit 1956 nur geringfügig adaptiert und instandgehalten worden war, wurde der längst fällige Umbau von allen schon mit Ungeduld erwartet. Nach einigen Verzögerungen wurde im Frühjahr 2000 endlich mit dem Nord- und Mitteltrakt begonnen und zügig umgebaut. Trotz kleinerer Störungen (Baulärm, Staubentwicklung) konnte der Unterrichtsbetrieb uneingeschränkt aufrechterhalten werden, im Herbst 2001 wurde die erste Baustufe fertiggestellt. Seit April 2002 ist auch die zweite Baustufe (westliche Hälfte des Südtrakts) fertiggestellt, und im Herbst 2002 soll auch der Südtrakt vollständig renoviert sein, sodass Schülern und Lehrern wieder ein modernes, zeitgemäßes Schulgebäude zur Verfügung steht.

Direktoren seit 1945

08.1945–11.1945 Prof. Siegfried Sorger
11.1945–09.1946 Dr. Hugo Schwendenwein (prov. Leitung)
09.1946–08.1949 Dr. Franz Eggermann (prov. Leitung)
09.1949–08.1973 Dr. Manfred Lorenz
09.1973–12.1979 Dr. Karl Brachtl
01.1980–08.1991 Prof. Heinz Kohla
09.1991–12.1992 Prof. Franz Sprenger (prov. Leitung)
01.1993–08.1993 Prof. Franz Strieder (prov. Leitung)
09.1993–08.2012 Prof. Walter Kuchling
09.2012–Jetzt Prof. Mag. Karl Heinz Rosenkranz

 

Schulstandorte

1860–1940 Realschulgebäude in der Bahnhofstraße
1940–1944 BG Völkermarkterring
1944–Mai 1945 Oberstufe - Mädchengymnasium Ursulinengasse,
Unterstufe - Millstatt, Maria Wörth, Dellach usw. 
1945 – Mai 1956 Bundesrealschule und Bundesrealgymnasium - Gebäude Marianum
Mai 1956 – heute BG u. BRG Lerchenfeldstrasse Klagenfurt
01.02.2003–01.11.2003 Bau der Doppelturnhalle

Daten - Prof. Franz Strieder

Prof. Mag. Franz Sprenger