BG/BRG Lerchenfeld
Schulbezeichnung
Impressum |  Kontakt |  Neues |  Sitemap

Bericht Mauthausen/Linz

Album: 445
4/6
Start Back Miniaturansicht Next End
Anzeigebild
Bild 4

Nach einer 4-Stunden-langen Anreise per Bus und einem durchaus passablen Mittagessen ging es zu Fuß über die Todesstiege zum Konzentrationslager Mauthausen. Das KZ-Memorial entsprach in mehrfacher Hinsicht unseren Vorstellungen, so viele Denkmäler hätten wir uns jedoch nicht erwartet, auch das übriggebliebene Areal war weitaus kleiner, als es sich manche von uns vorgestellt hatten.

Die Führung, die über zwei Stunden lang in kleineren Gruppen stattfand, gab uns einen Einblick auf einen Teil unsere Historie, die wir trotz der schrecklichen Tatsachen akzeptieren sollten. Die Temperaturen waren mit windigen 5°C nicht besonders erträglich, doch auch unsere Seele kühlte aus.
Dort zu gehen, wo einst Menschen unter schrecklichen Bedingungen ihren Alltag verbringen mussten, wo sie im Steinbruch schleppten, bis sie tot umfielen, wo sie zu 500 in einer Baracke für 150 eingepfercht waren, wo 92 000 Menschen starben, erschossen oder vergast wurden, war für alle bedrückend. Es zeigte uns aber auch, dass viele Fragen nie zu 100% beantwortet werden könnten und wie wichtig es sei, solche Zustände niemals wieder in unserer Welt zu erlauben.

Nach Beziehung unsere Zimmer in Linz ging es am Abend in die Altstadt, wo wir bis zum Abendessen die Stadt in kleinen Gruppen erkundeten. Erschöpft traten wir den Weg zurück ins Hotel an, wo die 7b noch ein wenig ihr Geburtstagskind Sophie feierte.

Der nächste Tag startete um sieben Uhr mit einem kleinen Frühstück, zu dem die ersten Schülerinnen und Schüler um halb acht eintrudelten, einzig Herr Prof. Wolte war schon im Einsatz.
Nach einem kleinen Einkaufsbummel im Haribo-Werksverkauf wurde die Voestalpine drei Stunden lang erkundet. Die Hälfte der Zeit wurde mit einer Führung in der sehr modernen Stahlwelt, wo einem der Prozess vom Eisenerz bis zum Endprodukt ausführlich erklärt wurde, verbracht. Anschließend ging es mit dem Bus übers Werksgelände, wo das strikte Fotografierverbot nicht von jedem beachtet wurde. Am Werksgelände, das sich über 5,2 km2 erstreckt, sahen wir den höchsten Hochofen Österreichs und beobachteten Roboter beim Fertigen von Platinen.
Um 14 Uhr traten wir dann die Heimfahrt an, sodass wir gemütlich abends in Klagenfurt ankamen. Zwei sehr berührende und nachhaltige Bildungstage gingen zu Ende.

Haas Kathrin