BG/BRG Lerchenfeld
Schulbezeichnung
Impressum |  Kontakt |  Neues |  Sitemap

Ein neuer Lebensabschnitt...

Album: 439
23/50
Start Back Miniaturansicht Next End
Anzeigebild
Bild 23

…tut sich für Chemieprofessor Kollegen Wolfgang Mittergradnegger auf. Als Sohn des berühmten Musikers und Komponisten Günther Mittergradnegger wohnen in seiner Brust zwei Seelen, eine naturwissenschaftliche und eine musische. Wohl aus diesem Grunde hat uns Wolfgang zu seinem Abschied aus dem aktiven Dienst ein fulminantes Konzert des ehemaligen Sportgymnasiasten Matthias Ortner (Multiinstrumentalist, Gründer und Frontman des Projektes MATAKUSTIX) geschenkt. Wir, die Zuhörer hatten den Blues, den „Lerchenfeld-Blues“, es wurde geklatscht und gelacht, Freude kam auf und die Stimmung in der Aula des altehrwürdigen Gymnasiums stieg in bisher kaum erreichte Höhen. Spontan entstand der „Lerchenfeld-Blues“ als Work In Progress vor unseren Augen und Ohren, nachdem Wolfgang das Schlagwort akustisch ins Mikro vorgegeben hatte. Wir alle konnten miterleben, wie Matthias Ortner die Loops herstellte, die uns glauben ließen, hinter ihm stünde eine mächtige Formation.

Der junge Musikus spulte mit anscheinender Leichtigkeit ein Programm von anderthalb Stunden ab, das, wie wir miterleben durften, volle Konzentration und vollen Körpereinsatz verlangte. Auch die verlangte Zugabe schien ihm noch immer nicht die letzte Kraft zu kosten. Kärntnerlied, Schlager und Blues sind nur Teile der Inputs, aus denen MATAKUSTIX jeweils unerwartet Neues entstehen lässt. Wir alle sind überzeugt, dass das Projekt eine große Zukunft haben wird.

Wie Matthias Ortner ausführte, strebt MATAKUSTIX beim kommenden Klagenfurt-Konzert am 19. November einen neuen Besucherrekord an.

Kollegen waren von den Darbietungen so hellauf begeistert, dass nicht wenige zum Konzert von MATAKUSTIX am 19. November in die Messehalle pilgern werden. Wolfgang ließ, bevor wir das Konzert erleben durften, in seiner Reprise seine Lerchenfeld-Jahre ab 1979 Revue passieren.

Von altehrwürdigen Kollegen war da die Rede, die ihm und einigen von uns zu Beginn unserer Laufbahn begegneten, sich per Sie ansprechen ließen und lieber unter sich blieben, als mit den Jungen ins Gespräch zu kommen. Vom „Kinderzimmer“, dem ehemalig kleineren Raum des Konferenzzimmers, war da die Rede, in dem sich vorwiegend junge Kolleginnen und Kollegen aufhielten.

Auch von seinem Glück, in Helga Voglhuber eine Kollegin, die er schon vom Studium gekannt hatte, im Konferenzzimmer wieder zu treffen und mit ihr das neue Chemiker-Team des Gymnasiums bilden zu dürfen, autark und unbeeinflusst, war die Rede. Und zuletzt ließ Wolfgang die geschätzten Diskussionen des Schulschwerpunktes im SQR-Team Revue passieren und verriet uns dabei, dass ihm das Interesse an der Schulentwicklung eine leichte Sinnkrise zu überwinden half. Nicht ohne Wehmut schien uns Zuhörern der Abend für Wolfgang zu beginnen.

Nun kommt für Wolfgang und seine Gattin die Zeit, auf eine gute Brise Wind zu hoffen, Segel zu setzen und immer darauf zu vertrauen, dass die Yachten genügend Wind in den Segeln und genügend Wasser unter den Kielen haben.

Wohl wird sich Wolfgang auch weiter darum kümmern, zukünftige Mediziner, Pharmazeuten und Chemiker auf universitäre Aufnahmeprüfungen vorzubereiten, wie er das ja mit ausgezeichneten Programmen schon gemacht hat. Vielleicht greift er aber auch zu ihm vertrauten Musikinstrumenten, um seine verborgen gehaltenen Talente wieder aufleben zu lassen. Jedenfalls ließ es sich Direktor Karl Heinz Rosenkranz nicht nehmen, Wolfgang zu weiteren Diskussionen um die Schulentwicklung im SQR-Team einzuladen, auch wenn er Wolfgang in Ermangelung irgendwelcher Mittel dafür nicht mehr als sein Wohlwollen und einen herzhaften Händedruck versprechen könne.

Na, und ein Geschenk gab es auch. Es wog ziemlich schwer, sodass die Kollegen Otto Dolinsek und Albert Pulferer es gemeinsam vom Parterre ins Konferenzzimmer hochtrugen, während es Kollegin Ingeburg Zwipp mit nonchalanter Leichtigkeit alleine überreichte. Es erinnert irgendwie frappant an das Danaer-Geschenk, muss Wolfgang doch Kraft und Talent aufwenden, um es in eine finale Form zu bringen. Zunächst wird er den Block wohl einige Male umrunden, um, wie einst Michelangelo, die Figur im rohen Stein zu erkennen. Der berühmte David kann, so viel sei schon jetzt verraten, wohl nicht entstehen, weil der Stein diese Dimension nicht hergeben wird…

Wir alle wünschen Wolfgang für den weiteren Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und weitere Schaffenskraft.
Dass er Ehrenlerchenfelder auf Lebenszeit sei, das versicherte ihm zuvor Direktor Karl Heinz Rosenkranz.

A. Pulferer