BG/BRG Lerchenfeld
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Homo Faber

Der Film Homo Faber basiert auf dem gleichnamigen Roman von Max Frisch. Max Frisch wurde 1911 geboren und zählte zu den bedeutendsten Autoren der Nachkriegszeit. Er starb 1991. Homo Faber kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „der Mensch als Verfertiger“. Die Geschichte handelt vom Ingenieur Walter Faber, der auf einer geschäftlichen Flugreise Herbert Hencke kennen lernt. Nach einer Notlandung des Flugzeuges in der Wüste, stellt sich heraus, dass Herbert der Bruder seines alten Studienkollegen Joachim ist. Nach der Bergung des Flugzeuges wollen sie zusammen Joachim besuchen, doch sie kommen zu spät, denn Joachim hat sich erhängt.
Um seiner lästigen Freundin Ivy in New York aus dem Weg zu kommen, bucht Walter Faber eine Schiffreise nach Paris. Auf dem Schiff lernt er Elisabeth kennen und verliebt sich in sie. Elisabeth erinnert ihn stark an seine alte Studienfreundin Hanna, die er nach dem Studium hat heiraten wollen. Diese hat den Antrag damals jedoch nicht angenommen, weil er von ihrem Kind gesprochen hat und nicht vom gemeinsamen.
Von Paris weg begleitet Walter Sabeth auf ihrer Reise durch Frankreich und Italien auf dem Weg nach ihrer Heimatstadt Athen. Beide kommen sich näher. Nach vielen Gesprächen muss Walter erkennen, dass Sabeth, wie er Elisabeth nennt, die Tochter Hannas ist. Das verändert seine Beziehung zu ihr. Kurz vor Athen, anlässlich einer Badepause, wird Sabeth von einer Giftschlange gebissen und zieht sich beim Sturz eine Kopfverletzung zu. Faber bringt sie in ein Athener Krankenhaus. Dort kommt es zu einem Treffen mit Hanna. Hanna lüftet den letzten Teil des Geheimnisses: Elisabeth ist die Tochter von Walter. Tage später stirbt Elisabeth, nicht am Schlangenbiss, sondern an den Folgen der Kopfverletzung, die sie sich beim Sturz zugezogen hat. Für Hanna und Walter bricht eine Welt zusammen. Walter wünscht sich nicht mehr zu leben. Tage später wird bei ihm ein Magenkrebsgeschwür im Endstadium festgestellt.
Walter Faber ist ein typischer Techniker, der nicht an Zufälle glaubt. Ihm widerfahren jedoch innerhalb weniger Tage zu viele Zufälle.
Zuerst trifft er Herbert, den Bruder seines Studienfreundes Joachim im Flugzeug nach Lateinamerika. Wenige Tage später findet er Joachim tot auf.
Dann trifft er auf dem Schiff Elisabeth, erfährt von deren Familie und hat mit lauter Vertrauten zu tun. Das verunsichert den Mann, für den die Welt bisher absolut berechenbar gewesen ist, der nie an Zufälle geglaubt hat. Es ist ihm nicht mehr möglich, sich von seiner Tochter zu verabschieden. Sie stirbt und hinterlässt ratlose Eltern und einen sterbenssüchtigen Vater.
Eine Geschichte alttestamentarischer Qualität. Sprachlich knapp, kein Wort zuviel. Für den Techniker zählt nur, was man messen und zählen kann. Die Perspektive ist die des Walter Faber.

Margret Lexer