BG/BRG Lerchenfeld
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Exkursion zum Atomkraftwerk Zwentendorf in Niederösterreich

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Am 20. Mai 2016 nahmen rund 50 SchülerInnen der 8B, 7A und 7B in Begleitung von Prof. Odreitz und Prof. Steyskall die anstrengende Reise nach Niederösterreich mit Abfahrt um ca. vier Uhr Früh in Kauf, um an einer Exkursion zum einzigen Atomkraftwerk Österreichs in Zwentendorf an der Donau teilzunehmen.

Das AKW Zwentendorf ist ein Stück österreichischer Zeitgeschichte und über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt, weil es als einziges Atomkraftwerk der Welt komplett fertig gebaut (selbst die radioaktiven Brennstäbe für die Kernspaltung standen schon im AKW bereit!), aber nicht ans Netz genommen wurde. Bei einer Volksabstimmung am 5. November 1978 entschied sich die österreichische Bevölkerung mit einer knappen Mehrheit von 0,47 Prozent gegen die Inbetriebnahme - dies führte in Folge im Dezember 1978 zum Atomsperrgesetz, nach welchem in Österreich auch in Zukunft keine Kernkraftwerke ohne Volksabstimmung gebaut werden dürfen.

Nach intensiver Auseinandersetzung mit den naturwissenschaftlichen Aspekten und den historischen Ereignissen rund um das AKW erlebten wir vor Ort eine mehr als zweistündige, kurzweilige, äußerst sympathische und sehr interessante Führung durch Elektrotechnik-StudentInnen der TU Wien über das weitläufige Gelände des Kraftwerks. Die vermittelten grundlegenden Informationen zur Energiegewinnung durch Kernspaltung aus naturwissenschaftlicher Sicht wurden gekonnt mit interessanten Details zum AKW und Anekdoten zum Tagesablauf der Mitarbeiter aufgelockert. Besondere Highlights der Führung waren die Besichtigung des Kontrollraums des AKWs, von dem aus das Kraftwerk gesteuert werden sollte und in dem sich das bekannte „Rot-Weiß-Rote“-Telefon mit Direktleitung zum Bundespräsidenten befand, natürlich der beeindruckende Reaktorraum, in dem die Kernspaltungen ablaufen sollten (wer kann schon von sich behaupten, schon einmal IN einem Kernreaktor gestanden zu haben...), die gewaltige Druckentlastungskammer und der Steuerstabraum mit den Steuerstäben, mit denen die Kernreaktionen kontrolliert werden sollten, sowie das Maschinenhaus mit den riesigen Turbinen, die der Stromerzeugung dienen sollten.

Alles in allem war diese Exkursion ein wirklich beeindruckendes Erlebnis und wird uns sicher in guter Erinnerung bleiben!

Mag. Andrea Steyskall