BG/BRG Lerchenfeld
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Diskuswerfen - der Klassiker

DiskusDas Diskuswerfen ist der Wettbewerb schlechthin aus der Überlieferung der alten Griechen, die ursprünglich Geräte aus Stein und später aus Bronze verwandten. Die Disziplin gehörte schon bei den Olympischen Spielen der Antike zum Programm und war auch 1896 zur Olympia-Premiere der Neuzeit in Athen Bestandteil der Wettkämpfe.
Zu diesem Zeitpunkt warfen die Athleten noch aus dem Stand von einem Podium aus. Erster Olympiasieger ist der US-Amerikaner Robert Garrett. Er hatte sich von dem zunächst führenden Griechen Panayiotis Paraskevopoulos vor dem letzten Versuch den Tipp geben lassen, dem Diskus mit dem kleinen Finger noch einen zusätzlichen Effekt zu geben.

Kraft, Koordination und Schnelligkeit

Der hellenische Stil konnte sich letztlich nicht gegen den freien Stil durchsetzen, der aus den USA kam. Dort wurde der Diskus um die Jahrhundertwende aus einem ebenerdigen Kreis geworfen, der zunächst sieben Fuß und später - wie heute - einen Durchmesser von 2,50 m hatte. Das ermöglichte Varianten mit einem längeren Antriebsweg. Die Technik entwickelte sich von anfänglichen Würfen aus dem Stand über einen Schwungwurf bis hin zu der heute üblichen anderthalbfachen Drehung mit Umsprung.
Mit der Einführung von Beton-Wurfkreisen Mitte der 50er Jahre vergrößerte sich die Rotationsgeschwindigkeit der Werfer erheblich. Ein Wurfkäfig mit Fangnetzen sorgt dafür, dass etwaige Ausrutscher folgenlos bleiben. Diskuswerfer müssen neben schierer Kraft auch über eine gute Koordination und Schnelligkeit im Ring verfügen.

Diskus aus Holz oder Kunststoff

Das Wurfgerät besteht aus Holz oder kohlefaserverstärktem Kunststoff und ist von einem Metallring eingefasst, der etwa vier Fünftel des Gesamtgewichts ausmacht. Der Männer-Diskus wiegt zwei Kilo bei 22 cm Durchmesser, der Diskus der Frauen ein Kilo bei einem Durchmesser von 18 cm. Würfe außerhalb des Sektors beziehungsweise schon auf die Sektorenlinien sind ungültig, ebenso jedes Verlassen des Wurfrings vor der Landung des Diskus. Der Wettkämpfer muss seinen Versuch innerhalb von 60 Sekunden nach Aufruf absolvieren.

Johannes Grimschitz