BG/BRG Lerchenfeld
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Zeit des Erwachens - Awakenings

Der Film spielt gegen Ende der 1960er Jahre. Der Neurologe Dr. Malcolm Sayer bewirbt sich um eine Stelle an einem New Yorker Krankenhaus, die er auch bekommt. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt bald dem so genannten „Garten“. Der „Garten“ ist eine Abteilung des Krankenhauses, in der Patienten leben, die an Parkinson oder der europäischen Schlafkrankheit erkrankt sind. Diese Menschen dämmern den ganzen Tag in einer Art Halbschlaf dahin. Es scheint keine Chance auf Heilung zu geben. Dies ist auch der Grund, warum sich keiner der Angestellten mit ihnen beschäftigt. Genau diesen Menschen will Dr. Sayer helfen. Er versucht mit einigen von ihnen zu sprechen. Einer davon ist der inzwischen 50-jährige Leonard Lowe. Dr. Sayer besucht einen Vortrag und erfährt dort von einer sehr interessanten Droge, welche seinen Patienten vielleicht helfen könnte. Er versucht die Krankenhausleitung davon zu überzeugen, seinen Patienten diese Droge verabreichen zu dürfen. Es wird eingewilligt, diesen Versuch durchzuführen, allerdings nur bei einer Person. Dazu muss aber ein Verwandter einen Vertrag unterzeichnen. Leonards Mutter ist schließlich von der Wirkung dieses Medikamentes überzeugt und unterschreibt. Dr. Sayer verabreicht Leonard Lowe nun die Droge, die „L-Dopa“ genannt wird. Anfangs zeigt sich keinerlei Erfolg, aber nach geraumer Zeit beginnen mehrere damit behandelte Patienten ihre Umwelt wieder wahrzunehmen und sich miteinander zu unterhalten.
Leonard, der schon seit 30 Jahren in dieser Anstalt lebt, gilt schon fast wieder als vollständig genesen, als die Wirkung des Medikamentes nachzulassen beginnt. Nach einem schönen Sommer fallen alle Patienten wieder in ihren komatösen Zustand zurück. Da sich einige Patienten in der normalen Welt aber nur schwer oder gar nicht zurechtfinden, ist der Rückfall für sie doch wie eine Art Erlösung.
Die Patienten des so genannten „Gartens“ leiden alle unter einer Psychose. Der Begriff Psychose bezeichnet eine Gruppe schwerer psychischer Beeinträchtigungen, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergehen, und wurde 1845 von Ernst von Feuchtersleben erstmals verwendet. Im Unterschied zur Neurose erleben die Erkrankten nicht sich selbst, sondern ihre Umwelt als verändert und erlangen zumeist im Akutstadium keine Krankheitseinsicht. Auffällige Symptome sind oft Wahn und Halluzinationen. Mit Hilfe eines neuen Medikamentes könnte diesen Menschen bestenfalls geholfen werden, schlimmstenfalls würde gar nichts passieren. Nach der Einnahme dieser neuen Droge, welche „L-Dopa“ genannt wird, scheint es den Patienten allmählich besser zu gehen. Sie nehmen ihre Umwelt nun wieder wahr und beginnen sich miteinander zu unterhalten. Einige dieser Personen finden sich in dieser „normalen Welt“ aber nicht richtig zurecht, so kann ich mir auch gut vorstellen, dass ein Rückfall für diese auch eine Erlösung sein kann. Meiner Meinung nach müsste man die mit diesem Medikament zu behandelnden Patienten in eine offene psychiatrische Abteilung verlegen, um sie so allmählich an ein annähernd normales Leben heranzuführen. Da dies aber nicht der Fall ist, kommen sie mit ihrem nun neuen Leben nicht zurecht.
Ihnen ist also trotz Verabreichung des Medikamentes nicht geholfen worden. Ich halte die Forschung dennoch für sehr wichtig, manchen Menschen wird damit allein aber nicht geholfen, ganz im Gegenteil, deren Zustand könnte sich auch noch verschlechtern, wie wir es in dem Film „Zeit des Erwachens“ in einigen Fällen gesehen haben.
Mit Hilfe der Pharma-Forschung kann aber auch sehr vielen Menschen geholfen werden. Dies sollte auf keinen Fall außer Acht gelassen werden. Die menschliche Wärme scheint allerdings eine besonders wichtige Rolle zu spielen, ohne die es in vielen Fällen keine Genesungs-Fortschritte geben kann.

Philipp Selinger, 7.B