BG/BRG Lerchenfeld
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Gedenkveranstaltung - Loibl KZ Nord

Am Samstag, 16. Juni 2012, findet zum 18. Mal die Internationale Gedenkveranstaltung auf der Nordseite des Loiblpasses mit folgendem Programm statt:

9.00 Uhr Kranzniederlegung beim Tunnelportal
9.15 Uhr Gedenkveranstaltung auf dem ehem. Appellplatz

Grußworte der Gäste
Botschaft der Amicale de Mauthausen Paris: Daniel Simon
Stimme der Zeitzeugen: Riccardo Goruppi, Bogdan Borčič (beide sind Zeitzeugen des ehem. KZ Dachau und seiner Außenlager)
Stimme der Jugend: Jugendliche der Pfarre Ferlach
Kunstinstallation: Manfred Bockelmann
Musikalische Umrahmung: Tschöraner Gospelchor

Gedenkansprache:
Norbert Darabos, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport

Um Anmeldung per Mail wird gebeten: Univ.Prof.Dr.Peter Gstettner
Mauthausen Komitee Kärnten / Koroška
in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Mauthausen Komitee und dem BMfInneres

Die Gedenkveranstaltung steht in der Tradition des Bemühens, das ehemalige Loibl KZ Nord in das kulturelle Gedächt­nis der Bevölkerung zu rufen. Am Loiblpass mussten von 1943 bis 1945 Deportier­te vieler Natio­nen aus dem KZ Mauthau­sen den Tunnel graben, durch den heute die Autos von Kärnten nach Slowenien fahren. Deshalb ist für uns wich­tig, dass das Gedenken und Erinnern an das NS-Verbrechen Gren­zen überschreitet und die Generationen und Völker ver­bindet. Niemals soll vergessen werden, wie es dazu kam, dass am Loibl Menschen zu Tode geschunden und kaltblütig ermordet wurden.
Vor 67 Jahren wurden die Häftlinge vom Loibl KZ aus den Fängen ihrer Peiniger befreit. Die Partisanen hatten an der Befreiung einen wesentlichen Anteil. Die slowenische Widerstandsbewegung ist - mit Unterstützung der Zivilbevölkerung - schon zuvor KZ-Häftlingen, denen die Flucht gelungen war, lebensrettend zur Seite gestanden.
Das wachsende Interesse der Jugend an den Gedenkveranstaltungen ist auch auf die Rolle des Widerstandes bei der Bekämpfung der Nazi-Besatzung und bei der Befreiung des Landes zurückzuführen. Die Delega­tionen aus Frankreich, Italien, Polen, Slowenien und Österreich, die Partisanen- und KZ-Verbände sowie die Angehörigen und Freunde der ehemaligen Deportier­ten unterstreichen durch ihr Kommen alljährlich den Charakter der inter­nationa­len Verbundenheit im Widerstand gegen die Nazi-Diktatur und mahnen an die Notwendigkeit des Erinnerns und Gedenkens.
Gemeinsam appellieren wir an die Wachsamkeit gegenüber allen rassistischen, nationalistischen, populistischen und geschichtsverfälschenden Entwicklungen der Gegenwart.

Prof. Mag. Albert Pulferer